ICT-Strategie Schulen Unterägeri 2018 - 2022

Ausgangslage
Am 1. August 2019 tritt der neue «Lehrplan 21 Kanton Zug» in Kraft. Dieser Lehrplan umfasst wesentlich mehr Fächer und Stunden mit Medien- und Informatikinhalten als der bisherige Lehrplan. Die zu vermittelnden Kompetenzen haben sich um das Fünffache ver­mehrt. Es genügt nicht mehr, gängige Office Programme wie Word, Excel oder PowerPoint zu kennen. Schülerinnen und Schüler müssen sich mit der Sicherheit im Netz, dem eigenen Medien­konsum, dem sinnvollen und rechtmässigen Einsatz von Medien, der Vertrauens­würdig­keit von Quellen oder sogenannten «FakeNews» und vielem mehr befassen und auseinandersetzen.

 

Ausrüstung
Die heutige Informatikausrüstung in den Schulen basiert teilweise noch auf den Empfehlungen aus dem Jahr 2000. Die höheren Anforderungen des Lehrplanes 21 aber auch die Entwicklung in der Gesellschaft und Berufswelt stellen an Ausrüstung wie auch an die Ausbildung der Lehrpersonen neue zusätzliche Ansprüche. Die Konzeption einer kantonalen ICT-Strategie wurde gemeinsam von den Informatikverantwortlichen der gemeindlichen Schulen, von der Leiterin Schulentwicklung des Amtes für gemeindliche Schulen, von der Schulpräsidenten- und Rektorenkonferenz sowie vom Informatikverantwortlichen der Gemeinden erarbeitet. Die Umsetzung dieser Vorgaben in der Gemeinde wurde durch die schulinternen ICT-Fachleute in Zusammenarbeit mit der Schulleitung erarbeitet und dem Gemeinderat vorgelegt, welcher an der Sitzung vom 6. Juni 2018 die Strategie gutgeheissen hat. Dank der weitsichtigen Planung im Bereich der Digitalisierung sind in den vergangenen Jahren schon viele technische und infrastrukturelle Voraussetzungen geschaffen worden – so gehören die interaktiven Touchscreens in allen Klassen der Primarschule und in der Oberstufe zum Unterrichtsalltag. Der weitere Ausbau ist über die kommenden Jahre geplant und wird kontinuierlich ergänzt.

 

Weiterbildung und Nachqualifikation
Die Lehrerschaft und ICT-Animatorinnen und –Animatoren benötigen Nachqualifikationen und Weiterbildung, welche durch die PH Zug und teilweise durch die PH Luzern vermittelt werden. Eine Grundausbildung ist für alle Lehrpersonen, welche Medien & Informatik vom Kindergarten bis zur neunten Klasse integriert unterrichten, verbindlich. Für jene Lehrpersonen, welche das Fach Medien und Informatik unterrichten (5. – 9. Klassen), ist eine Nachqualifikation gefordert. Ebenso werden die ICT-Animatorinnen und Animatoren im ganzen Bereich vom Kindergarten bis zur neunten Schulklasse in einer speziell konzipierten Ausbildung geschult.

 

Kosten
Die Kosten umfassen einmalige Ausrüstungskosten und wiederkehrende Kosten für Betrieb und Unterhalt der IT-Mittel. Zudem fallen Kosten für die Ausbildung der Lehrerschaft und die ICT-Animatorinnen und ICT-Animatoren für die pädagogische Umsetzung im Klassenzimmer an. In diesem Bereich müssen zusätzliche Zeitressourcen zur Verfügung gestellt werden. Ebenso muss der technische Support stark ausgebaut werden. Der Kanton beteiligt sich an den Ausbildungskosten, der Betrieb und die Ausrüstung fallen in den Aufgabenbereich der Gemeinden und richten sich nach den kantonalen Vorgaben. Ab der Oberstufe stehen den Lernenden eigene Laptops zur Verfügung, vom Kindergarten bis zur 6. Klasse sind je nach Zyklus für die integrierte digitale Arbeit eine definierte Anzahl Geräte im Klassenzimmer bereitzustellen.

Mit dem Lehrplan 21 des Kantons Zug und dem gesellschaftlichen Wandel durch fortschreitende Digitalisierung sind neue Aufgaben und Anforderungen abzudecken. Es handelt sich dabei in der Regel um gebundene Ausgaben.